Vor rund einem Jahr habe ich die Zusage für das McCloy-Journalistenstipendium erhalten, das mir diese dreiwöchige Reise durch die USA ermöglicht. Seitdem habe ich viel organisiert, am heutigen Montag geht es also los – real ist das noch nicht so ganz. Aber das nur nebenbei.

Von Anfang an war mir klar: An die großen Fische, sprich Hillary Clinton, Donald Trump oder Bernie Sanders, komme ich als deutscher Journalist schwerlich ran – auch nicht an ihre Politikberater oder enge Vertraute. Es war ehrlich gesagt auch nicht mein Ziel. Mein Ansatz ist ein anderer.

Ich möchte ein Gefühl dafür entwickeln, wie Amerika derzeit tickt: Was wünschen sich die Menschen, was bewegt sie, was erschwert ihren Alltag, was könnte ihn besser machen? Das alles steht natürlich vor dem Hintergrund der Wahl des amerikanischen Präsidenten bzw. der Präsidentin im November.

Nicht nur für uns Nordhessen ist es unvorstellbar, dass ein Mann wie Donald Trump überhaupt so gute Chancen hat, tatsächlich ins Weiße Haus einziehen zu können. Das wäre gefühlt so,  als wenn Mehmet Göker Ministerpräsident in Hessen werden  wollte – die Chancen stünden derzeit wahrscheinlich gar nicht so schlecht, sofern Volker Bouffier vielleicht doch noch mit dem Gedanken spielt, Bundespräsident zu werden.

Aber zurück zum Thema: Warum ist das Land so gespalten? Dort der eine Teil der Bevölkerung, der den gegen die Ostküstenelite polternde Polemiker Donald Trump unterstützt. Da die andere Bevölkerungshälfte, die für Hillary Clinton stimmen wird – eine Frau, die nur Angela Merkel noch an Seriösität  überbieten kann. Um diese Teilung des Landes etwas besser zu verstehen, werde ich quer durch das Land reisen. Von San Francisco im Westen nach New York City im Osten – zwischendurch werde ich immer wieder Stops einlegen, um mich bestimmten Themen zu widmen und Menschen zu treffen. Daran möchte ich Euch teilhaben lassen – mit Bildern, kurzen Videos und vor allem Beiträgen  wie diesem.

In einem der nächsten Einträge werde ich genauer erläutern, was ich mir da ausgedacht habe.

Das nur schon vorab: Das bevorzugtes Mittel der Fortbewegung auf der Reise wird der Zug sein. Du nimmst den ZUG? Das haben mich gestern schon Freunde aus den USA gefragt. Die wenigsten Amerikaner nehmen jemals die Bahn – sie fahren lieber mit ihrem SUV mit genügend Getränkehaltern –  oder fliegen gleich. Aber das macht es aber umso spannender für mich. Ich lasse mich überraschen – und Ihr Euch hoffentlich auch.

So far, so good.

Euer Max Holscher

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2 Gedanken zu “Holschers Amerika – darum geht’s

  1. Hallo Max, ich bin gespannt, wie Du Amerika sehen wirst….gerade auch für jemanden, der seit 20 Jahren hier drüben lebt, die doppelte Staatsangehörigkeit besitzt und die Berichterstattung über die USA zur Aufgabe gemacht hat. Hier Antworten finden, z.B. auf die Frage warum Trump oder Hillary…puh, Du hast Dir was vorgenommen. Antworten dazu findest Du in der Geschichte der USA, und da musst Du weit zurück gehen 😉
    Ich hoffe, wir treffen uns und können mal drüber reden.
    Schoene Gruesse und gute Reise
    arndt

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